Knöchelverletzungen selbst behandeln...
Nicht nur Sportler kennen die unangenehmen Folgen des "Umknöchelns". Das kann auch bei einem harmlosen Waldspaziergang passieren, aber natürlich sind Kampfsportarten wie Fußball besonders häufig betroffen.
Das Sprunggelenk wird durch Bänder gefestigt. Am häufigsten treten Zerrungen auf, seltener, aber doch auch Abrisse. Für den Laien lässt sich das im ersten Moment nicht klar abgrenzen.Deshalb ist bei Knöchelverletzungen auf jeden Fall ärztliche Abklärung nötig!
Wenn das Malheur passiert ist, sollte keineswegs selbst getestet werden, ob die Blessur vielleicht doch nicht so arg ist. Das heißt: Nicht passiv bewegen, dabei wird der Schaden oft verschlimmert.
Am Unfallort gelten die beiden "K" der Sportmedizin: Kälte und Kompression. Zunächst wird die verletzte Stelle so gut wie möglich gekühlt (z.B. mit kaltem Fließwasser, wenn keine Eispackungen zur Verfügung stehen). Dann einen straffen Druckverband anlegen.
Die Maßnahmen dienen dazu, den unweigerlich auftretenden Bluterguss in Grenzen zu halten.
Dieser Bluterguss entscheidet nämlich über den Heilungsverlauf. Es kommt dadurch zu Verklebungen, die das Gesundwerden deutlich verzögern können. Je weniger Blut im Gewebe, desto rascher wird man wieder fit.
Deshalb ist in der Anfangsphase Wärmebehandlung schlecht. Diese wird erst dann eingesetzt, wenn die Schwellung vollständig verschwunden ist. Dann jedoch gibt es einen guten Tipp für einen Umschlag:
2 EL Weizenschrot und 1 EL Beinwellmehl (Apotheke) mit heißem Wasser zu zähem Brei mischen, auf den Knöchel abends auftragen, mit einem Leinentuch und einem Handtuch umwickeln.
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