Welcher Sport hat welche Wirkung? "Schnelligkeit"
Unter Schnelligkeit versteht man nicht nur die Fähigkeit, schnell zu laufen, sondern auch die Wahrnehmungs-, Antizipations-, Entscheidungs-, Reaktions-, Aktions-, und schließlich globale Handlungsschnelligkeit-Eigenschaften, die vor allem durch Ballspiele geschult werden.
Schnelle bzw. kraftvolle Bewegungen werden vor allem von den durch die "schnell zuckenden" Muskelfasern, langsame bzw. mit geringer Kraft ausgeführte Bewegungen hauptsächlich von den "langsam zuckenden" Muskelfasern ausgeführt. Muskelfasertypen, die nicht lebensbegleitend trainiert werden, schwinden. Bei untrainierten Personen gehen Muskel- und Knochenmasse pro Jahr etwa um 1% zurück, wobei besonders der Anteil der schnell zuckenden Muskelfasern abnimmt. Gerade diese Muskelfasern sind es aber, die bei Stürzen rasch reagieren und damit derartige Unfälle verhindern oder mildern können.
Durch ein Training der Schnelligkeitskomonenten werden jedoch nicht nur die entsprechenden konditionellen Faktoren wie z.B. Schnellkraft, sondern auch koordinative und kognitive Fähigkeiten (z.B. Wahrnehmungsschnelligkeit) geschult.
Sportliches Training - vor allem in der Form der bereits erwähnten Ballspiele - stellt den vielseitigsten und komplexesten Trainingsreiz für alle Sinne dar und ist durch keine Aktivitätsform auch nur annähernd zu ersetzen. Wer seine Sinne und Reflexe nicht trainiert, darf sich nicht wundern, dass er in allen Reaktions- und Schnelligkeitsleistungen zunehmend langsamer und mitunter von alltäglichen Schnelligkeitsanforderungen (z.B. Straßenverkehr) überfordert wird.
Bundes-Sportorganisation Gesundheit
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